Pressemitteilung

Jubiläum IFB-Stiftung – 60 Jahre gelebte Inklusion

Wiesbaden, 28. August 2019 +++ Die IFB-Stiftung (Inklusion durch Förderung und Betreuung) feiert in diesem Jahr 60 Jahre gelebte Inklusion. 1959 als private Elterninitiative in Wiesbaden gegründet, begleitet, unterstützt und fördert die Organisation in 56 Einrichtungen heute rund 2.500 Betroffene und ihre Angehörigen. Seit 60 Jahren stehen Menschen mit Behinderungen und ihre Gefühle im Fokus der Stiftung mit dem  Ziel, ihre Lebensbedingungen in jeder Lebensphase zu verbessern.

Höhepunkt der 60-Jahr-Feier ist die große Gruppenausstellung „Gemischte Gefühle“ in Kooperation mit dem sam, Stadtmuseum am Markt. So stellen über 60 internationale Künstlerinnen und Künstler vom 11. bis 29.September 2019 auf ihre persönliche Art und Weise über 60 Kunstwerke in Form von Skulpturen, interaktiven Installationen, Gedichten, Fotografien und Gemälden aus.

Auf dem Dern’schen Gelände entsteht derzeit die interaktive Kunstinstallation @home der Schweizer Künstlerin und Kinderhospiz Löwenmut-Botschafterin Piroska Szönye. Dort werden vom 3. bis 9. September 2019 rund 2.000 Kinderbücher auf der Fassade eines schlichten Holzhauses befestigt. Damit möchte sie auf das Tabuthema von sterbenden und schwerstkranken Kindern aufmerksam machen. Das kleine Haus als Ort von Geborgenheit, Sicherheit und Schutz wird bis Weihnachten dem Wetter ausgesetzt sein. Das Zerfleddern und Ausbleichen der Seiten symbolisiert hierbei die Vergänglichkeit.

„Das sam – Stadtmuseum am Markt – ist nicht nur ein Platz für Stadtgeschichte und Stadtkultur. Es ist ein Raum, der Menschen zueinander bringt, ohne Unterschiede zu machen“, sagt Sabine Philipp, Direktorin des sams. 2019 widmet sich das sam besonders dem Thema Inklusion. Das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen mit all ihren körperlichen, geistigen und religiösen Besonderheiten ist ein wesentlicher Teil unserer Stadtkultur. Wir möchten mit unseren Aktionen, Veranstaltungen und Sonderausstellungen auf diese Kultur des Zusammenlebens positiv Einfluss nehmen“, sagt sie. „Höhepunkt ist nun die Jubiläumsausstellung des IFB, die im sam zu Gast ist. Wir freuen uns, dass wir damit die wertvolle Arbeit des IFB unterstützen und im Herzen der Stadt der Öffentlichkeit präsentieren dürfen. Wir freuen uns auch darauf, für drei Wochen intensiv Drehscheibe und Treffpunkt für die bunte, vielfältige Stadtgesellschaft zu sein.“

Mit Hilfe von Kunst startet die IFB erstmals ein Projekt, das jungen und älteren Menschen einen Zugang zum Thema Behinderung erleichtern soll, mit dem Ziel, Vorurteile in der Gesellschaft abzubauen. „Es ist eine Kunst, das Herz zu berühren‘“, beschreiben die beiden Initiatorinnen und Kuratorinnen Meike Helberger und Claudia Messer ihr Ausstellungskonzept. Die Idee dahinter: „Wir wollten die Buchstaben der IFB emotional anreichern. Für ein Kunstwerk, das sich ausschließlich mit dem Thema Mensch beschäftigt, sind Gefühle grundlegend“, sagen sie. Deshalb hatte jeder Künstler die Vorgabe, einem emotionalen Claim mit den drei Anfangsbuchstaben IFB in Form von „I feel b…. „ (bad, blue, bad, blind, beautiful, blessed…) für sein Kunstwerk zu finden. „Wir sind begeistert über die emotionalen und spannenden Kunstwerke, die wir von so vielen tollen Künstlerinnen und Künstlern für diese Veranstaltung erhalten haben.“

Fast alle Werke stehen während des Zeitraums der Ausstellung zum Verkauf. Die Künstlerinnen und Künstler werden einen Teil des Erlöses der Stiftung zugutekommen lassen. Zeitgleich wird es Führungen und Workshops für Kindergärten, Schulklassen, Kinder und Erwachsene geben.

Alle Informationen zur Ausstellung „Gemischte Gefühle“ finden Sie unter www.gemischtegefuehle.com.

Weitere Informationen zur IFB-Stiftung finden Sie unter www.ifb-stiftung.de.

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